Sonderbetreuungszeit

In Zeiten des Coronavirus haben nun auch pflegende Angehörige die Möglichkeit Sonderbetreuungszeit in Anspruch zu nehmen. Wenn es zu einem Ausfall der 24-Stunden-Betreuung kommt und es sonst keine Betreuungsmöglichkeit gibt, können sie mit ihrem Arbeitgeber bis zu drei Wochen Sonderbetreuungszeit vereinbaren.

Laut Änderung des Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetzes haben nun auch Angehörige von pflegebedürftigen Personen Anspruch auf Sonderbetreuungszeit von bis zu drei Wochen, wenn deren Pflege und Betreuung in Folge des Ausfalles einer Betreuungskraft nach dem Hausbetreuungsgesetz (BGBL I Nr. 33/2007) nicht mehr sichergestellt ist.

Voraussetzung ist, dass keine sonstige Möglichkeit der Dienstfreistellung für die Betreuung besteht und die Anwesenheit nicht zur Aufrechterhaltung des Betriebes erforderlich ist.

Die Entscheidung über die Gewährung einer Sonderbetreuungszeit liegt beim Arbeitgeber. Es empfiehlt sich, das Gespräch mit dem/der Arbeitgeber/in und/oder dem Betriebsrat zu suchen, um eine gute Lösung zu finden. Die Arbeitnehmer/innen erhalten das unveränderte Entgelt. Die Arbeitgeber erhalten für diese Zeit in der Regel ein Drittel des Arbeitsentgelts vom Bund ersetzt.

Hier finden Sie einen Musterbrief der Arbeiterkammer, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Sonderbetreuungszeit vereinbaren möchten.

Weitere Informationen finden Sie hier.