Pflegefreistellung

Ihr*e Angehörige*r ist plötzlich erkrankt und Sie können ihn*sie nicht alleine lassen? In diesem Fall haben Sie Anspruch auf Pflegefreistellung.

Eine Person hilft einer älteren Frau aus dem Bett.
Ein Fiebermesser der 39.4 Grad anzeigt.

Leistungen

  • Freistellung von der Arbeit für die Pflege
  • max. eine Woche pro Arbeitsjahr
  • Unter bestimmten Voraussetzungen besteht Anspruch auf eine zweite Woche für die neuerliche Pflege von Kindern bis zum 12. Lebensjahr

Kosten

Das Entgelt wird während der Pflegefreistellung weiterbezahlt.

Voraussetzungen

  • gemeinsamer Haushalt mit dem*r erkrankten nahen Angehörigen
  • aufrechtes Arbeitsverhältnis
  • Notwendigkeit - die Pflege muss tatsächlich und notwendigerweise von Ihnen geleistet werden

Wohin muss ich mich wenden?

Sie müssen sich unverzüglich an Ihre*n Arbeitgeber*in wenden. Er*Sie hat das Recht, eine ärztliche Bestätigung als Nachweis zu verlangen.

Häufige Fragen

  • Ehegatt*in

  • Eingetragene*r Partner*in

  • Lebensgefährt*in

  • Eltern, Großeltern, Urgroßeltern

  • eigene Kinder, Wahl- und Pflegekinder, Enkel und Urenkel, auch wenn diese nicht im gemeinsamen Haushalt leben

  • im gemeinsamen Haushalt lebende leibliche Kinder von dem*der anderen Ehegatt*in/Partner*in

Sie müssen den*die Arbeitgeber*in unverzüglich informieren. Fragen Sie, ob Sie eine ärztliche Bestätigung als Nachweis vorlegen sollen. Verlangt dies der*die Arbeitgeber*in, dann muss er*sie auch etwaige anfallende Kosten für die ärztliche Bestätigung tragen.

Pflegefreistellung kann sofort nach Beginn des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden.

Eine akute oder chronische Erkrankung Ihres*Ihrer Angehörigen muss dazu führen, dass er/sie nicht sich selbst überlassen werden kann, und/oder dass er*sie Hilfestellung benötigt. Bei Bedarf kann die Pflegefreistellung auch tage- oder stundenweise in Anspruch genommen werden.