Pflegefreistellung

Ihr/e Angehörige/r ist plötzlich erkrankt und Sie können ihn/sie nicht alleine lassen? In diesem Fall haben Sie Anspruch auf Pflegefreistellung.

Leistungen

  • Freistellung von der Arbeit für die Pflege
  • max. eine Woche pro Arbeitsjahr
  • Unter bestimmten Voraussetzungen besteht Anspruch auf eine zweite Woche für die neuerliche Pflege von Kindern bis zum 12. Lebensjahr

Kosten

Das Entgelt wird während der Pflegefreistellung weiterbezahlt.

Voraussetzungen

  • gemeinsamer Haushalt mit dem/r erkrankten nahen Angehörigen
  • aufrechtes Arbeitsverhältnis
  • Notwendigkeit - die Pflege muss tatsächlich und notwendigerweise von Ihnen geleistet werden

Wohin muss ich mich wenden?

Sie müssen sich unverzüglich an Ihre/n Arbeitgeber/in wenden. Er/Sie hat das Recht, eine ärztliche Bestätigung als Nachweis zu verlangen.

Häufige Fragen


  • Ehegatte/Ehegattin

  • Eingetragene/r Partner/in

  • Lebensgefährte/Lebensgefährtin

  • Eltern, Großeltern, Urgroßeltern

  • eigene Kinder, Wahl- und Pflegekinder, Enkel und Urenkel, auch wenn diese nicht im gemeinsamen Haushalt leben

  • im gemeinsamen Haushalt lebende leibliche Kinder des anderen Ehegatten/Partners

Sie müssen den/die Arbeitgeber/in unverzüglich informieren. Fragen Sie, ob Sie eine ärztliche Bestätigung als Nachweis vorlegen sollen. Verlangt dies der/die Arbeitgeber/in, dann muss er/sie auch etwaige anfallende Kosten für die ärztliche Bestätigung tragen.

Pflegefreistellung kann sofort nach Beginn des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden.

Eine akute oder chronische Erkrankung Ihres/Ihrer Angehörigen muss dazu führen, dass er/sie nicht sich selbst überlassen werden kann, und/oder dass er/sie Hilfestellung benötigt. Bei Bedarf kann die Pflegefreistellung auch tage- oder stundenweise in Anspruch genommen werden.